Wettanbieter mit deutscher Lizenz: was die zehn Erlaubnisinhaber kosten
Stand: 15 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL. Die Behörde führt eine öffentliche Liste, die Whitelist — nur wer dort als Veranstalter geführt wird, darf legal Sportwetten anbieten. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist hier bedeutungslos, ein .de-Domainname allein ebenfalls: geprüft wird, was die Whitelist zum konkreten Domain-Eintrag sagt. Wer dort nicht steht, betreibt unerlaubtes Glücksspiel, und die GGL schreitet dagegen mit Untersagungen, Zahlungs- und Netzsperren vor.
Für die Auswahl der zehn Anbieter ist die GGL-Whitelist maßgeblich: Sie alle verfügen über die notwendige Erlaubnis für den deutschen Sportwettenmarkt. Die Seite beschreibt, wie die Lizenzen die Bedingungen beim Einzahlen, Wetten und Auszahlen beeinflussen. Diese Zusammenstellung ersetzt nicht den Blick in die AGB des Anbieters, gibt aber eine Orientierung, worauf bei einem Vergleich zu achten ist.
Inhaltsverzeichnis
- Schutzmechanismen und Pflichten eines Inhabers der deutschen Erlaubnis
- Rechtslage: GGL, GlüStV und die Whitelist
- Top-10-Vergleich: Wer steht auf der Whitelist, und seit wann?
- Was kostet es, bei einem Whitelist-Anbieter zu spielen?
- Die Anbieter im Profil
- Werbe- und Bonusregeln unter der deutschen Erlaubnis
- Was eine Seite dieser Art leistet — und was nicht
- Häufige Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Lizenz
Schutzmechanismen und Pflichten eines Inhabers der deutschen Erlaubnis
Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist kein Marketing-Aufkleber. Sie verpflichtet den Veranstalter zu einem festen Bündel an Spielerschutzregeln, die jeden Wettenden direkt betreffen. Drei davon prägen den Alltag auf jedem Konto, das hierzulande legal geführt wird.

Einzahlungslimit und Parallelspiel-Sperre
Seit der Novelle des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gilt ein monatliches Einzahlungslimit, das anbieterübergreifend greift: 1.000 € pro Kalendermonat, von allen konzessionierten Veranstaltern gemeinsam überwacht. Die technische Infrastruktur heißt LUGAS, mit der Limitdatei für Einzahlungen und der Aktivitätsdatei für Parallelspiel. Wer versucht, gleichzeitig bei mehreren Anbietern zu spielen, um das Limit zu umgehen, wird durch die Aktivitätsdatei ausgesperrt.
Ein Anbieter darf das Limit nur dann höher setzen, wenn ein Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachvollziehbar belegt — eine Selbsterklärung genügt nicht. Maximal 10.000 € sind individuell möglich, 10.000–30.000 € nur für höchstens ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Was hier praktisch zählt: Wer mehrere Konten bei Whitelist-Anbietern führt, kann über das gemeinsame Limit stolpern, ohne es zu wissen. Wer einen höheren Einsatz plant, sollte vor der Erhöhung den Nachweis vorbereiten — sonst verzögert sich die Anpassung um eine Woche.
OASIS und die Panikfunktion
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, wählt eine eigene Frist; minimum drei Monate, ansonsten mindestens ein Jahr. Eine Selbstsperre über einen Anbieter wirkt anbieterübergreifend — wer bei Tipico gesperrt ist, kann am selben Tag kein Konto bei Betano oder bei bet-at-home eröffnen.
Ergänzend gibt es den sogenannten Panikbutton. Ein Klick im Spielerkonto sperrt das Konto für 24 Stunden, sofort und ohne Rückfrage. Die Funktion richtet sich an Spieler, die im Moment einer laufenden Sitzung merken, dass sie Abstand gewinnen wollen. Sie hebt keine bestehende OASIS-Sperre auf und verlängert sie nicht — sie blockiert das Konto für einen Tag.
Was hier praktisch zählt: Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen. Eine deutsche Sperre hindert niemanden daran, sich bei einem nicht zugelassenen Anbieter anzumelden — was die GGL selbst in ihrem Tätigkeitsbericht einräumt, wenn sie die Wirksamkeit der Sperre gegen das illegale Angebot diskutiert.
Identitätsprüfung und eigene Zahlungsmittel
Die Erlaubnis verlangt eine vollständige Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Vor dieser Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen — Gewinne, die in dieser Phase anfallen, werden erst nach bestandener Prüfung ausgezahlt.
Zahlungen sind nur von einem Konto möglich, das auf den Namen des Spielers läuft, bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Kryptowährungen und anonyme Guthabenkarten sind ausgeschlossen. Diese Vorgabe ist es, die Bitcoin, Ethereum und Co. aus dem Whitelist-Sortiment heraushält.
Was hier praktisch zählt: Wer ein Gemeinschaftskonto oder ein Konto auf den Namen Dritter nutzt, kann legal nicht einzahlen. Wer beim Umzug die IBAN wechselt, muss das Konto aktualisieren — sonst blockt die Auszahlung.
Wo die Grenzen der Erlaubnis liegen
Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt Sportwetten ab. Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele brauchen eigene Erlaubnisse, die separat beantragt und separat genehmigt werden. Wer bei einem Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis spielt, kann nicht voraussetzen, dass derselbe Anbieter auch Slots oder Poker anbieten darf — und falls er es anbietet, dann unter einer anderen Erlaubnis mit anderen Regeln. Diese Trennung verhindert, dass eine Casino-Lizenz als Werbung für ein Sportwetten-Angebot benutzt wird, und sie verhindert umgekehrt, dass die Spielerschutzregeln aus einer Produktkategorie stillschweigend auf eine andere ausgedehnt werden.
Rechtslage: GGL, GlüStV und die Whitelist
Die Zuständigkeit für die Aufsicht über legal angebotene Sportwetten liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle an der Saale. Sie ist seit dem 1. Juli 2021 operativ tätig und damit die zentrale Anlaufstelle für Erlaubnisse, Aufsicht und die öffentliche Whitelist.
Was die GGL darf und woran sie sich misst
Die GGL erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet auf Grundlage von § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Sie beaufsichtigt die Erlaubnisinhaber und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen (§ 28a GlüStV). Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt; Folgeerlaubnisse sind möglich. Die Whitelist führt jeweils das Datum der Erteilung — ein Enddatum trägt sie nicht.
Die Behörde hat nach eigenen Angaben im Jahr 2025 insgesamt 287 Untersagungsverfahren eingeleitet (2022: 68); 1.843 illegale Webseiten waren 2025 aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Die Zahlen zeigen eine aktive Aufsichtspraxis. Sie zeigen aber auch, dass das illegale Angebot nicht verschwindet — die Verfahren sind Reaktionen auf Angebote, die neu auftauchen oder neu entdeckt werden.
Was die Whitelist leistet — und was nicht
Die Whitelist ist die einzige amtliche Quelle dafür, ob ein Anbieter in Deutschland eine Erlaubnis hält. Ihr aktueller Stand vom 02.10.2026 listet 30 Einträge — 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (davon zwei, die zusätzlich Pferdewetten anbieten) und drei reine Pferdewetten-Erlaubnisinhaber. Jeder Eintrag nennt die Domain, den dahinterstehenden Veranstalter mit Sitz und das Datum der Erlaubniserteilung. Ein bloßer .de-Domainname beweist nichts.
Was die Whitelist nicht leistet: Sie sagt nichts über die Qualität des Angebots, die Quoten, die Bonusbedingungen oder den Kundenservice. Sie zeigt, dass der Anbieter eine Erlaubnis hält — was er daraus macht, ist eine andere Frage, und genau dort setzt diese Seite an.
Folgen für Spieler bei nicht zugelassenen Anbietern
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. Die Folgen sind mehrschichtig: Es besteht kein Zugang zu OASIS, das eine Selbstsperre überträgt. Es gibt keinen Zugang zur LUGAS-Limitdatei. Eine Auszahlung kann von einer ausländischen Seite ohne deutsche Aufsicht verweigert oder verzögert werden, und die Spielerschutzregeln des GlüStV greifen nicht.
Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze zurückfordern können, dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Beschluss vom 25. Juli 2024, Az. I ZR 90/23, gegen Tipico, Streitwert über 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018). Der Generalanwalt hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Das ist keine Garantie für einzelne Spieler — es ist ein laufendes Verfahren, dessen Ausgang noch aussteht. Wer heute spielt, kann sich auf ein Urteil nicht verlassen.
Strafrechtlich bleibt die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel nach § 285 StGB grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat. Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler sind nach allgemeiner Kenntnis selten. Das ist kein Freibrief, sondern ein Grund mehr, beim zugelassenen Angebot zu bleiben.
Wer eine Steuer zahlt, hat noch keine Erlaubnis
Die Sportwettensteuer ist eine Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Sie beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des tatsächlich ausgezahlten Einsatzes entspricht. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob sie offen ausgewiesen, im Gewinn verrechnet oder im Quoten-Niveau versteckt wird, ist Entscheidung des Anbieters.
Entscheidend: Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis können hier Steuern zahlen — etwa in Malta, Curaçao oder auf den Britischen Jungferninseln. Eine entrichtete Steuer ist kein Indiz für eine GGL-Erlaubnis. Einziger zuverlässiger Test bleibt die Whitelist.
Top-10-Vergleich: Wer steht auf der Whitelist, und seit wann?
Der Tätigkeitsbericht der GGL für das Jahr 2024 weist 32 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis aus, davon 13 hybride (stationär und online) und 19 reine Internetvertriebs-Anbieter. 27 davon hatten ein aktives Angebot. Die folgende Tabelle listet zehn dieser Erlaubnisinhaber, die alleine durch ihre Whitelist-Präsenz Bestandteil des legalen Marktes sind — die Auswahl folgt dem Bestand der GGL-Whitelist, nicht einer Sortierung nach Quoten oder Service.
Übersicht der zehn Erlaubnisinhaber
| Marke | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag für Bet3000.de; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 22.04.2026 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag für Winamax.de; Inhaberin WINAMAX SA, Erlaubnis ausgestellt vom Regierungspräsidium Darmstadt | 29.06.2021 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag für Tipico.de; Inhaberin Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag für Sportingbet.de; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag für Sportwetten.de; Inhaberin NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta | 19.11.2020 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag für Leovegas.de; Inhaberin LVSports Limited; zusätzlich Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 27.02.2023 | 21.10.2024 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag für Admiralbet.de; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited; Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024; virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de seit 28.09.2022 | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag für Bet-at-home.de; Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited; Folgeerlaubnis 22.12.2022; virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022 | 02.11.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag für Betano.de; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan, Malta | 19.02.2021 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited; Folgeerlaubnis 22.12.2022 | 09.10.2020 |
Die Erlaubnisdaten gruppieren sich in zwei Wellen: die erste Welle ab Oktober 2020 (Tipico, Sportingbet, AdmiralBet, NEO.bet, gefolgt von Sportwetten.de, bet-at-home und später Betano, Winamax), und eine spätere (LeoVegas im Oktober 2024, Bet3000 im April 2026). Wer eine sehr lange Whitelist-Geschichte will, ist mit den Oktober-2020-Anbietern bedient; wer einen jüngeren Markteintritt sucht, findet ihn bei LeoVegas oder Bet3000.
So liest sich die Tabelle richtig
Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der jeweiligen Erteilung auf der Whitelist, nicht das Datum der Marke oder des internationalen Mutterkonzerns. Eine Erlaubnis vom 09.10.2020 bedeutet, dass dieser Anbieter zu den ersten bundesweit konzessionierten Internet-Sportwetten-Anbietern gehört — eine Marke, die erst 2024 eine Erlaubnis erhalten hat, hatte zuvor entweder keinen deutschen Marktauftritt oder lief unter Übergangsregelungen.
Die Spalte „Inhaberin“ nennt die Gesellschaft, die auf der Whitelist eingetragen ist. Bei vielen hier gelisteten Anbietern sitzt diese Gesellschaft in Malta — das ist mit der deutschen Erlaubnis vereinbar, weil die Erlaubnis an die Person des Veranstalters und die Domain gebunden ist, nicht an den Sitz. Wer kontrollieren will, ob der Veranstalter mit dem übereinstimmt, der im Impressum der Seite steht, vergleicht beide Angaben direkt.
Die Tabelle trägt bewusst keine Spalten zu Quoten, Bonus oder Auszahlungsdauer. Dafür hat die Seite einen eigenen Abschnitt — und keine dieser Werte wird hier behauptet, ohne dass er für den jeweiligen Anbieter recherchiert ist.
Was kostet es, bei einem Whitelist-Anbieter zu spielen?
Eine Sportwetten-Erlaubnis verlangt keinen Einsatz, keine Wettsteuer und keine Lizenzgebühr vom Spieler. Was sie kostet, sind drei Bedingungen, die direkt am Spielverhalten ansetzen: das Einzahlungslimit, die Struktur der erlaubten Wetten und das Verfahren bei Auszahlungen. Wer diese drei Posten kennt, kann abschätzen, ob das Whitelist-Modell zum eigenen Spielverhalten passt.
Das 1.000-€-Limit und seine Hebel
Das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist die prominenteste Bremse des Modells. Wer monatlich mehr einzahlen will, braucht eine höhere Limitfreigabe — und der Anbieter darf sie nur nach einem dokumentierten Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit setzen. Eine E-Mail, in der man „über ausreichend Mittel“ versichert, reicht nicht. Wer ein regelmäßiges Einkommen nachweisen kann, kommt typischerweise auf bis zu 10.000 €, in begründeten Ausnahmen darüber.
Wichtig ist die Mechanik: Eine Erhöhung wird erst nach sieben Tagen wirksam, eine Senkung sofort. Wer ein größeres Turnier plant und das Limit im Vorfeld anheben will, muss den Antrag also spätestens eine Woche vorher stellen. Wer kurzfristig sein Limit senken will, kann das zwischen zwei Wetten erledigen — die Aktivität wird beim nächsten Login zurückgespiegelt.
Welche Wetten überhaupt erlaubt sind
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses, eines Abschnitts oder eines Vorfalls darin, als Einzel- oder Kombinationswette. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 nur sehr eingeschränkt erlaubt: auf das Endergebnis während des laufenden Spiels sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare Komponenten — und nur in Sportarten, in denen solche Vorfälle selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball ist erlaubt, „nächster Punkt“ beim Tennis nicht, „nächster Korb“ beim Basketball nicht.
Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße und auf soziale oder politische Ereignisse. Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport und schließt ihn damit weitgehend aus dem Wetten aus — mit Ausnahme weniger explizit genehmigter Ligen. E-Sports wird von der GGL ausdrücklich nicht als Sport anerkannt; lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht. Auch zu virtuellen Sportwetten ist keine etablierte Praxis erkennbar — die Seite äußert sich dazu nicht.
Diese Einschränkungen bestimmen, was der Wettschein überhaupt zeigen kann. Wer auf den nächsten Punkt beim Tennis setzen will, schaut ins Leere.
Auszahlung, Insolvenzschutz, eigener Name
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt — bei abgebrochenen oder verschobenen Spielen entscheidet der Anbieter nach Maßgabe seiner AGB. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto (§ 6b Abs. 6 GlüStV). Bei einer Kontoschließung wird das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Die Zahlung selbst läuft ausschließlich über ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Geldwäsche-Gesetz-pflichtigen Institut. Das ist die technische Sperre, die Krypto-Zahlungen und anonyme Guthabenkarten aus dem legalen Spiel herausnimmt. Ein Wechsel der Bankverbindung muss aktiv gemeldet werden, sonst greift die Auszahlung ins Leere und verzögert sich.
Eine Beispielrechnung: Verlust auf einen 1.000-€-Einsatz
Das Modell hat drei Quellen von Kosten, die ein Spieler selbst nicht sieht: die Marge im Wettpreis, die Wettsteuer im Hintergrund und die Opportunitätskosten eines eingeschränkten Wettprogramms. Der deutlichste Posten ist die Marge, also der Anteil, den der Anbieter auf jedem Markt einbehält. Für eine grobe Orientierung lässt sich der Erwartungsverlust auf einen Einsatz in einer Standardmarkt-Konstellation überschlagen.
Angenommen wird ein Wettmarkt mit zwei Ausgängen und gleichwertigen Quoten, etwa ein Tennis-Match ohne klaren Favoriten, notiert mit Quote 1,90 auf den einen und 1,90 auf den anderen Ausgang. Auszahlungsquote (1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90)) = 94,7 %, Marge also rund 5,3 %, was im Rahmen typischer Wettmärkte liegt. Wer 1.000 € auf eine Seite dieses Marktes setzt, hält im Erwartungswert rund 947 € zurück, der mittlere Verlust liegt also in der Größenordnung von 50 €. Kommt die Wettsteuer von 5,03 % des Einsatzes hinzu, die der Veranstalter auf den Einsatz berechnet und die er aus seinem Anteil trägt (sofern er sie nicht durchreicht), sinkt die Auszahlung leicht weiter. Wer die Wette bei Quote 1,90 gewinnt, erhält 1.900 € zurück — der reine Gewinn liegt bei 900 €; das ist das eine Ende der Verteilung, der Verlust von 1.000 € das andere. Die Angabe ist ein statistischer Mittelwert über viele ähnliche Wetten, kein Voraussage für eine einzelne Wette, und sie hängt am konkreten Markt, an der Quote und an der Frage, ob der Anbieter die Steuer intern trägt oder sie in der Quote eingepreist hat.
Die Rechnung zeigt, dass die Whitelist den Erwartungsverlust nicht erhöht — sie reduziert ihn im Vergleich zu vielen Offshore-Angeboten eher, weil die Auszahlungsquoten der lizenzierten Anbieter in den vergangenen Jahren über 76 % im Marktdurchschnitt lagen. Was sie tut, ist den Rahmen verkleinern: Wer 30.000 € im Monat einsetzen will, kann es mit der Standardfreigabe nicht, und wer eine bestimmte Live-Wette sucht, findet sie unter Umständen nicht.
Die Anbieter im Profil
Jeder Eintrag nennt, was die Whitelist über den Anbieter sagt, was das Angebot vom Profil her prägt, und für wen es gemacht ist. Die Bewertung ist die Position dieser Seite — kein anderes Ranking, kein externes Testurteil.
Bet3000 — Jung auf der Whitelist, klassisches Sportwetten-Profil
Bet3000 ist der jüngste Neueintrag in dieser Liste: die Erlaubnis datiert vom 22.04.2026. Die Marke ist im deutschen Markt schon länger bekannt, hatte aber bis zur Erlaubniserteilung kein zugelassenes Internetangebot. Die Whitelist führt die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Der Anbieter tritt mit einer kompakten Vor-Ort-Historie an, sein Markenzeichen ist eher hoher Quote und schnelle Auszahlung als ein vollständiges Casino- oder Poker-Programm.
Wem es passt: Wer einen klassischen Sportwetten-Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht, dessen Marktauftritt im Internet kurz ist, wird hier fündig — vorausgesetzt, die angebotenen Märkte und Quoten passen zum eigenen Spielverhalten. Ein Vergleich der Live-Märkte hilft, die Eignung für den eigenen Bedarf zu prüfen.
Winamax — Poker-Herkunft, schmale Sportwetten-Erlaubnis
Winamax trägt die Erlaubnis seit dem 29.06.2021, ausgestellt vom Regierungspräsidium Darmstadt. Die Marke ist in Deutschland vor allem als Pokerraum bekannt; die Sportwetten-Erlaubnis ist ein zweites Standbein. Der Anbieter trägt ein vergleichsweise schmales Wettprogramm und konzentriert sich auf Standardmärkte — das Profil ist eher für Spielerinnen und Spieler, die ohnehin im Poker zu Hause sind und gelegentlich eine Wette setzen.
Wem es passt: Wer ohnehin Winamax-Poker spielt, bekommt mit der Sportwetten-Erlaubnis das Whitelist-Argument gleich mitgeliefert. Wer einen reinen Sportwetten-Anbieter sucht, hat bei der Auswahl andere Adressen mit größerem Programm.
Tipico — der Standardfall
Tipico ist in Deutschland der bekannteste Name unter den Whitelist-Anbietern. Die Erlaubnis trägt die Tipico Co. Limited seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Der Anbieter ist ein Synonym für die Wettannahme im stationären Handel und hat die Online-Erlaubnis früh bekommen. Diese Marktstellung bringt Vorteile bei der Bekanntheit und bei der Live-Wetten-Abdeckung, sie macht den Anbieter aber auch zum häufigsten Adressaten zivilrechtlicher Rückforderungen — die Verfahren laufen.
Wem es passt: Wer ohnehin plant, bei Tipico zu spielen, sollte wissen, dass die Marke auf der Whitelist steht und unter der deutschen Erlaubnis operiert. Wer die höchste Quote erwartet, sollte sie vor jeder Wette vergleichen — Standardwert ist sie nicht.
Sportingbet — lizenziert und breit
Sportingbet trägt die Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit der Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Im Impressum ist die Sportingbet (Deutschland) Limited als Veranstalterin von Sportwetten und von virtuellen Automatenspiele-Erlaubnis (15.11.2022) geführt — der Anbieter deckt also beide Produktkategorien unter eigenen Erlaubnissen ab. Die Marke tritt im deutschen Markt weniger dominant auf als Tipico, bietet aber ein vollständigeres Wettprogramm als viele Whitelist-Konkurrenten.
Wem es passt: Für Spielerinnen und Spieler, die ein größeres Wettprogramm erwarten, ohne auf die Whitelist zu verzichten, ist Sportingbet ein Kandidat. Wer Automatenspiele erwartet, findet hier zusätzlich eine eigene Erlaubnis — was beides sauber auseinanderhält.
Sportwetten.de — Domain-Name, Whitelist-Eintrag
Die Domain ist Programm: Sportwetten.de führt über die Whitelist zur NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta. Die Erlaubnis trägt der Anbieter seit dem 19.11.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Das Profil ist Sportwetten pur — andere Spielarten sind nicht angeboten.
Wem es passt: Wer einen Anbieter ohne Casino-Beifang sucht und einen klaren Sportwetten-Fokus erwartet, prüft hier — ein spezialisierter Zugang, der für Puristen die richtige Wahl sein kann.
LeoVegas — späte Erlaubnis, klares Profil
LeoVegas hält die Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem 21.10.2024, ist aber als internationale Marke länger bekannt. Die Whitelist führt die LVSports Limited mit Sitz in Malta, dazu eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Profil: mobile Sportwetten-App mit schmalerem Wettprogramm, dafür technisch solide.
Wem es passt: Für Spielerinnen und Spieler, die vor allem mobil setzen, ist LeoVegas ein Kandidat — und wer im Whitelist-Markt eine jüngere Lizenzgeschichte bevorzugt, findet sie hier.
AdmiralBet — Whitelist-Veteran, hybrid
AdmiralBet steht seit dem 09.10.2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Die Greentube Betting Malta Limited ist als Veranstalterin geführt; für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Der Name Admiral steht im deutschsprachigen Raum für eine Mischung aus Spielhalle und Online-Angebot — auch bei diesem Anbieter greift die Whitelist-Logik erst seit der Erlaubnis 2020.
Wem es passt: Wer ein etabliertes Profil mit langer Whitelist-Geschichte sucht, wird hier fündig — und wer den Anbieter im stationären Handel kennt, findet die Online-Erlaubnis daneben.
bet-at-home — lizenziert, leise
bet-at-home trägt die Erlaubnis seit dem 02.11.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die Whitelist führt die Bet-at-home.com Internet Limited. Die Marke tritt im deutschen Markt weniger prominent auf als in Österreich, hat aber im Whitelist-Markt Bestand.
Wem es passt: Wer einen Anbieter aus dem österreichisch-deutschen Grenzraum sucht, mit dem die Vertrautheit schon besteht — eine bewährte Adresse für Spieler, die auf etablierte Namen setzen.
Betano — Start mit GGL, internationales Profil
Betano ist der zweite Name aus der maltesischen Stoiximan-Gruppe in dieser Liste. Die Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan, Malta, erhielt die Erlaubnis im Februar 2021. Der Anbieter ist in mehreren europäischen Märkten aktiv und bringt ein breiteres Wettprogramm mit, als die meisten Whitelist-Anbieter hierzulande zeigen.
Wem es passt: Wer neben Fußball auch andere Sportarten bedienen will, ohne das Whitelist-Argument aufzugeben, ist mit Betano gut bedient.
NEO.bet — Erlaubnis aus der ersten Welle
NEO.bet ist auf der Whitelist seit dem 09.10.2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Der Anbieter tritt im deutschen Markt weniger sichtbar auf als die Schwergewichte und hat ein schmaleres Wettprogramm. Die Whitelist-Erlaubnis gehört zur ersten Welle — was den Anbieter rechtlich auf der sicheren Seite zeigt.
Wem es passt: Wer einen kleinen, lizenzierten Anbieter mit klarer deutscher Aufsicht sucht und kein Riesenportfolio erwartet. Für Spieler, denen Übersicht wichtiger ist als maximale Marktabdeckung, ist NEO.bet eine Option.
Was die Liste insgesamt zeigt
Von den zehn Anbietern tragen acht die Erlaubnis seit der ersten Welle im Oktober und November 2020, einer seit Februar 2021, einer seit Juni 2021, einer erst seit Oktober 2024 und einer seit April 2026. Die lange Whitelist-Geschichte ist die Ausnahme im Markt — sieben der zehn hier versammelten Anbieter haben sie. Sie ist auch keine Garantie für ein besseres Angebot: Whitelist-Status ist eine rechtliche Voraussetzung, kein Qualitätsurteil.
Was die Liste nicht zeigt: Sie sagt nichts über die Quoten, über die Bonusstrukturen und über die Auszahlungsgeschwindigkeit im Einzelfall. Dafür braucht es einen Blick in die AGB des jeweiligen Anbieters und in dessen aktuelle Marktpräsenz. Diese Seite macht keine Sortierung nach Quoten — sie macht sichtbar, dass alle genannten Anbieter zur Teilnahme am deutschen Markt zugelassen sind und damit unter OASIS, LUGAS und der GGL-Aufsicht stehen.
Werbe- und Bonusregeln unter der deutschen Erlaubnis
Wer eine Sportwetten-Erlaubnis hat, darf in Deutschland werben — und steht gleichzeitig unter Werbebeschränkungen. Was übrig bleibt, ist enger, als es auf den ersten Blick wirkt.
Werbung nach GlüStV
§ 5 Abs. 7 GlüStV bindet Werbung an den Besitz einer Erlaubnis. Wer keine hat, darf nicht werben. Was dann noch erlaubt ist, hat das Werberecht des GlüStV weiter eingehegt: Werbung für Sportwetten darf nicht für eine Wette auf ein laufendes Ereignis in dessen Live-Übertragung im selben Kanal gemacht werden. Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ist tabu. Affiliate-Vergütung darf nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz bemessen sein, sondern nur nach einem festen Modell, das nicht zur Mehrwetten animiert.
Die 06:00-21:00-Werbebeschränkung, die viele Spielerinnen und Spieler aus den Werbeblöcken kennen, gilt ausdrücklich für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino — nicht für Sportwetten. Wer also abends im Privatfernsehen eine Sportwetten-Werbung sieht, hat es mit einer zulässigen Werbung zu tun.
Bonusstrukturen unter deutscher Lizenz
Der GlüStV 2021 enthält keine Vorschrift, die einen Willkommensbonus deckelt oder Mindestquoten für Bonusziele vorschreibt. Was an Bonus möglich ist, entscheidet jeder Anbieter im Rahmen seiner Erlaubnis. Eine Erlaubnis hindert nicht daran, einen Bonus anzubieten; sie verlangt nur, dass die Bedingungen für den Spieler transparent sind.
Wer einen Bonus annimmt, sollte drei Stellen prüfen: die Umsatzbedingungen (welcher Betrag muss mit dem Bonus umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich wird), die Mindestquote (welche Quote müssen die qualifizierenden Wetten mindestens haben) und die Frist (bis wann muss die Umsetzung erfolgt sein). Wer nicht vorhat, diese Anforderungen zu erfüllen, sollte den Bonus nicht aktivieren — eine nachträgliche Stornierung ist in der Regel nicht möglich.
Warum diese Werbelogik Spieler schützt
Die Bindung der Werbeerlaubnis an die Erlaubnis schneidet einen Großteil des Werbeaufkommens ab, das Anbieter ohne deutsche Lizenz in den deutschen Markt tragen. Werbung im legalen Markt ist leiser als Werbung über Kanäle, die keinen Aufsichtsregeln folgen. Das ist unbequem für die Anbieter; es ist eine der Hauptwirkungen der Konzession.
Was eine Seite dieser Art leistet — und was nicht
Die Funktion dieser Seite ist eine kontrollierte Auswahl aus der Whitelist: zehn Erlaubnisinhaber, von den jüngsten bis zu den ältesten, mit ihrer Konzessionsgeschichte und ihrer Position im Markt. Sie ersetzt drei Dinge nicht.
Sie ersetzt nicht den Blick auf die Whitelist selbst. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor jeder Registrierung den Eintrag auf glücksspiel-behoerde.de — dort sind die Erlaubnisse einzeln aufgeführt, mit Datum und Veranstalter.
Sie ersetzt nicht den Blick in die AGB. Die deutsche Erlaubnis regelt das Grobe — Einzahlungslimit, Sperrsystem, Auszahlungsfristen. Sie regelt nicht, wie hoch die Mindestquote einer Bonuswette ist, wie viele Tage die Umsatzfrist beträgt oder welche Auszahlungsmethoden akzeptiert werden.
Sie ersetzt nicht den Blick auf den Sportwettensteuer-Hinweis. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, steht in den AGB oder im Hilfetext — die Steuer ist Pflicht des Veranstalters, aber die Frage, was beim Spieler ankommt, ist Vertragspunkt.
Wer sich an diese drei Stellen hält, ist auf der Seite des legalen Marktes unterwegs — und das ist genau das, was die Whitelist-Erlaubnis verspricht.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Lizenz
Wie lässt sich prüfen, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder auf ihrer Website geführt. Sie listet jeden Erlaubnisinhaber mit Domain, Sitz und Datum der Erlaubniserteilung auf — Stand 02.10.2026 sind es 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis. Wer dort nicht auftaucht, hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten, gleichgültig welche Lizenz anderswo angegeben wird.
Was bedeutet eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis für das Einzahlungslimit von 1.000 € und das Sperrsystem OASIS?
Eine deutsche Erlaubnis verpflichtet den Anbieter zum Anschluss an OASIS, dem bundesweiten Sperrsystem, und an LUGAS, der Plattform für das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 € im Kalendermonat. Eine Selbstsperre über einen Anbieter gilt sofort bei allen anderen lizenzierten Anbietern — OASIS fragt bei Registrierung und Login ab.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?
Die deutsche Erlaubnis knüpft an den Glücksspielstaatsvertrag 2021 und an die Aufsicht durch die GGL. Lizenzen aus anderen Jurisdiktionen haben hier keine Wirkung — eine Erlaubnis aus Curaçao oder Anjouan berechtigt den Anbieter nicht, in Deutschland Sportwetten anzubieten. Die GGL warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten und geht mit Untersagungen und Sperren dagegen vor.
Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wer trägt sie am Ende?
Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und damit rund 5,03 % des Einsatzes. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie sie an den Spieler durchgereicht wird, ist Sache des Anbieters — manche weisen sie offen aus, manche verrechnen sie mit der Quote, manche tragen sie intern.
Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?
Nein. Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt nur Sportwetten. Für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino braucht ein Anbieter eine eigene Erlaubnis mit eigenen Regeln. Wer beide Produkte bei einem Anbieter findet, sollte prüfen, ob beide Erlaubnisse vorliegen — was in der Whitelist für jede Domain einzeln aufgeführt ist.
Nach welchen Kriterien werden Wettanbieter in einem Vergleich bewertet und gewichtet?
Die wichtigste Voraussetzung ist die GGL-Erlaubnis. Daneben fließen Quoteniveau und Auszahlungsquote, das Wettprogramm (insbesondere die erlaubten Live-Märkte), die Bedienung des Anbieters (Web, App, Kundenservice), das Zahlungsangebot und die konkreten Bonusbedingungen in eine Bewertung ein. Welches Gewicht die einzelnen Posten bekommen, hängt vom eigenen Spielverhalten ab; eine Seite, die Fußball-Live-Wetten priorisiert, kommt zu einer anderen Sortierung als eine, die vor allem auf Pre-Match-Kombiwetten setzt.
Erstellt vom Redaktionsteam „Wettgutscheininfo”.
